Ärztekammer niederösterreich kollektivvertrag 2019

Österreich verfügt über eine relativ gute Work-Life-Balance und liegt in allen drei unten dargestellten Indikatoren für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben über dem EU-Durchschnitt. Insbesondere haben Frauen in Österreich in den EU-28-Ländern die geringsten Probleme bei der “Erfüllung familiärer Pflichten aufgrund von Arbeit” (25 % der Frauen in Österreich, verglichen mit dem EU-Durchschnitt von 38 %). Ungeachtet der im Vergleich zu den anderen EU-Ländern relativ guten Work-Life-Balance haben sich die meisten Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben in Österreich seit 2011 verschlechtert. Betrachtet man die Lohnentwicklung für alle Arbeitnehmer in Österreich (d.h. auch für Arbeitnehmer mit instabilen und prekären Beschäftigungsverhältnissen, die in den in der nachstehenden Tabelle nicht berücksichtigtwerden) sind laut einer recht aktuellen Studie (Eppel et al. 2017) nur geringe Lohnerhöhungen zwischen 2000 und 2015 zu beobachten. Dieser vorsichtige Anstieg liegt den Forschern zufolge in einer Segmentierung des österreichischen Arbeitsmarktes in stabilen (d.h. ganzjährigen Beschäftigten) und instabilen (d.h. saisonal beschäftigten, mit Unterbrechungen beschäftigten) Beschäftigten. Mehr als ein Drittel der Beschäftigten fällt in die letztgenannte Kategorie; Während die durchschnittlichen realen Bruttolöhne (d. h.

inflationsbereinigt) zwischen 2000 und 2015 insgesamt um 6,2 % gestiegen sind, betrug der Anstieg bei den stabilen Beschäftigten über 7 %, und bei instabilen Beschäftigten stagnierten die Reallöhne (plus 0,3 %). Die Zusammensetzung der beiden Arbeitsmarktgruppen hat sich in den letzten 15 Jahren geändert, auch aufgrund der Arbeitsmarktöffnung für Staatsangehörige aus mittel- und osteuropäischen Ländern in den Jahren 2011 und 2014; während im Jahr 2015 nur 44 % der ausländischen Arbeitnehmer ein stabiles Arbeitsverhältnis hatten, lag der Anteil im Jahr 2000 bei 53 %. Gleichzeitig waren fast drei Viertel der österreichischen Arbeitnehmer (72%) ein stabiles Beschäftigungsverhältnis im Jahr 2015, das sogar gegenüber dem Jahr 2000 (68%) zunahm. Die unfreiwillige Teilzeitarbeit in Österreich stieg von 10,1 % im Jahr 2012 auf einen Höchststand von 13 % im Jahr 2016 und sank dann auf 10,5 % im Jahr 2018. In Österreich ist sie viel weniger verbreitet als in der EU, wo sie 2018 bei 24,8 % lag. Der Geschlechtsunterschied ist recht ausgeprägt: Männer sind häufiger unfreiwillig in Teilzeit arbeitbereit als Frauen (wie in der EU28). Dies zeigt, dass Teilzeitarbeit für Frauen oft eine Strategie zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist, in einem Land, das immer noch vom Modell der männlichen Ernährer dominiert wird, wobei die Frau nur das Familieneinkommen ergänzt. Der jüngste Anstieg in den letzten Jahren spiegelt die Arbeitsmarktlage in Österreich wider, die im Vergleich zu den Vorjahren angespannter geworden ist und in jüngster Zeit ebenfalls gestiegen ist. EQLS-Daten zeigen, dass Österreich im Durchschnitt eine hohe Lebensqualität hat. Sowohl die Lebenszufriedenheit als auch das Glück haben seit 2007 zugenommen.

Die Lebenszufriedenheit stieg um 1 Prozentpunkt auf 7,9 (auf einer Skala von 1 bis 10) und das Glück stieg ebenfalls um 0,6 Punkte auf 7,9. Darüber hinaus hat sich die selbst gemeldete Gesundheit seit 2007 kontinuierlich verbessert, von 25 % der Befragten, die ihre Gesundheit 2007 als “sehr gut” bewerteten, auf 33 % im Jahr 2016. Darüber hinaus hat sich der WHO-5 Mental Well-well-being Index im gleichen Zeitraum von 60 auf 67 verbessert und liegt damit über dem EU-28-Durchschnitt von 64 (auf einer Skala von 1 bis 100). Der Anteil der Personen, die Schwierigkeiten beim Erreichen der Überwinde melden, liegt ebenfalls unter dem Niveau von 2007 (25 %), der 2016 bei 20 % blieb. Industrieverband Ist neben der WKO die wichtigste Arbeitgeberorganisation Österreichs. Der Mitgliederbereich umfasst das verarbeitende Gewerbe, Führungskräfte in der verarbeitenden Industrie und Unternehmen, die mit dem verarbeitenden Gewerbe verbunden sind.

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Bookmarks
  • Google Buzz
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • Yahoo! Bookmarks
  • E-Mail

Comments are closed.