Tarifvertrag gebäudereinigung österreich

Die Beschäftigung von Kindern (Minderjährige unter 15 Jahren oder vor Abschluss der Schulpflicht, je nach später) ist grundsätzlich verboten (nach bestimmten Bestimmungen sind Kinder ab 12 Jahren, die zu Hause oder in einem nahen Verwandten arbeiten, von dieser Regel ausgenommen). Somit ist 15 Jahre das Mindestarbeitsalter in Österreich. Im Allgemeinen gibt es keine formalen Voraussetzungen für den Abschluss eines Arbeitsvertrags. Wenn beide Parteien ihre Bereitschaft zur Aufnahme eines Vertragsverhältnisses angeben, kommt ein Arbeitsvertrag zustande. Die Formfreiheit ist ein grundlegendes Element von Arbeitsverträgen in Österreich, d.h. sie kann in mündlicher oder schriftlicher Form festgelegt werden. Auch ohne ausdrücklich definierte Bedingungen garantieren gesetzliches Recht und Tarifverträge Mindeststandards der Arbeitsbedingungen und müssen daher in jedem Arbeitsverhältnis berücksichtigt werden. Teilzeitarbeit in Österreich ist gesetzlich (Arbeitszeitgesetz) als jede Beschäftigung definiert, bei der die vereinbarte Wochenarbeitszeit im Durchschnitt unter der gesetzlich, tarifvertraglich oder baulichen Regelarbeitszeit liegt. Nach dem Günstigkeitsprinzip können Tarif- und Betriebsvereinbarungen nur eine kürzere normale Arbeitszeit vereinbaren. Seit 2007 (Änderung des Arbeitszeitgesetzes) wurde ein erhöhter Lohnsatz von 25 % für zusätzliche Arbeit (auch innerhalb der normalen Arbeitszeit) eingeführt. Zusätzliche Arbeit wird bis zur Grenze der normalen Arbeitszeit (40 Stunden pro Woche) definiert, daher beginnen die Überstundenvergütungssätze in der Regel über die 40-Stunden-Grenze hinaus, so dass die Änderung einen verbesserten Lohnsatz für Teilzeitarbeit unterhalb der 40-Stunden-Grenze eingeführt hat.

Es werden Tarifverträge zwischen Vertretern des Arbeitgebers und den Arbeitnehmern geschlossen, die in der Lage sind, solche Vereinbarungen zu schließen. Neben dem Mindestlohn regeln sie auch andere wesentliche arbeitsrechtliche Bestimmungen (wie Lohnregelungen, flexible Arbeitszeiten und Beendigung des Arbeitsverhältnisses usw.). Die großen Tarifrunden finden im Herbst statt. Traditionell startet die musterbildende metallverarbeitende Industrie im Oktober in die Herbstverhandlungsrunde. Seit einigen Jahren werden im Frühjahr auch immer mehr Tarifverträge ausgehandelt, beispielsweise in der Elektronik-, Chemie-, Textil- und Papierindustrie. Darüber hinaus werden zwischen den Frühjahrs- und Herbstrunden weitere sektorale Tarifverträge ausgehandelt, die zu ganzjährigen Verhandlungen führen. Allgemeine oder Rahmentarifverträge sind Vereinbarungen, die die grundlegenden Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten in einer Branche regeln. Tarif-/Lohnvereinbarungen regeln die Zahlungen in einem bestimmten Unternehmen oder Sektor. Bestimmungen für unbezahlten Vaterschaftsurlaub von bis zu vier Wochen innerhalb der ersten zwei Monate nach der Geburt eines Kindes sind ebenfalls in einigen Tarifverträgen enthalten (z. B.

privater Bildungssektor, Bankwesen). In Österreich besteht eine klare Aufteilung der Verantwortlichkeiten zwischen tariflichen Vereinbarungen auf Branchenebene und betriebsbetrieblichen Betriebsverträgen. Während der Kernbereich der Festsetzung der Lohnsätze und der Höchstarbeitszeit im wesentlichen den Tarifparteien vorbehalten ist, beschränkt sich die Regelungskompetenz der Vertragsparteien fast ausnahmslos auf “soziale Angelegenheiten”, wie die Einführung computergestützter Personalinformationssysteme, die Festlegung der Start- und Endzeiten für die täglichen Arbeitszeiten oder die Terminierung von Pausen.

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